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Champagne de Castelnau


Die Geschichte

Champagne de Castelnau wurde zu Ehren des Generals Edouard de Curières de Castelnau im Jahre 1916 kreiert und erfreute sich während des Ersten Weltkrieges großer Beliebtheit. Das Emblem von Champagne de Castelnau (zwei Disteln mit dem Leitspruch „Wer daran rührt, wird sich stechen“!) spielt auf diesen historischen Bezug an.

Seit 1925 war Champagne de Castelnau über drei Generationen im Besitz einer Familie aus Epernay. Über einen großen Zeitraum des 20. Jahrhunderts hinweg und ganz besonders in den 1930er Jahren sehr gefragt, wurde Champagne de Castelnau in mehreren Adelshäusern und gehobenen Kreisen der französischen Armee rund um den Erdball gereicht. Im Jahr 1962 nahm eine Handvoll entschlossener Winzer das Schicksal in die eigenen Hände, sie brachten ihre Weinberge und Kenntnisse in die Coopérative Régionale des Vins de Champagne ein, die sich in Reims niederließ und in 2003 Champagne de Castelnau erwarb. Heute verfügt die Kooperative über 149 eigene Cru-Lagen der Champagne und führt Champagne de Castelnau als ihr Markenzeichen.

An seinem Standort mitten in Reims umfasst das Areal, in dem Champagne de Castelnau hergestellt wird, fünf Hektar mit Kellern verteilt auf drei Etagen, in denen sich die Weine bis zu ihrer vollendeten Reife entfalten können.


Die Rebflächen

Champagne de Castelnau verfügt über 149 Cru-Lagen verteilt auf fast 900 Hektar Weinberge in den besten Terroirs der Champagne.

  • La Montagne de Reims (Marne): Die Weinberge sind hier auf tiefgründigen Kreideböden angelegt. Die hier vorherrschende Rebsorte ist Pinot Noir.
  • La Vallée de la Marne (Marne, Aisne und Seine-et-Marne): Die Weinberge sind auf überwiegend Ton-Kalkböden mit mergeliger Tendenz angelegt. Die hier vorherrschende Rebsorte ist Pinot Meunier.
  • La Côte des Blancs (Marne): Hier ist der Chardonnay die alleinige Rebsorte. Die Kreide tritt hier überall sichtbar zutage; sie ist ein echter unterirdischer Wasser- und Wärmespeicher.
  • Die Weinberge der Aube, Bar-sur-Aube, Bar-sur-Seine (Aube und Haute-Marne): Auch „Côte des Bar“ genannt, der Pinot Noir wächst hier vorwiegend auf eher mergeligen Böden.

Diese Ausdrucksvielfalt eröffnet Champagne de Castelnau ein außergewöhnliches Kreationsfeld, das es ermöglicht, in Verbindung mit dem speziellen und authentischen Know-How, außergewöhnliche Cuvées zu erzeugen.


Die Rebsorten

Die vielfältigen Standorte der Rebsorten und die Verteilung der Weinberge im gesamten Anbaugebiet der Champagne stellen einen besonderen Trumpf bei der Komposition des Champagne de Castelnau dar.

Pinot Noir

Der Pinot Noir ist für die Kultivierung auf kalkhaltigen und kühlen Böden geeignet und ist die vorherrschende Rebsorte in den Lagen der Montagne de Reims und der Côte des Bar. Die aus diesen Lagen stammenden Weine zeichnen sich durch ihre Aromen von roten Früchten und einer ausgeprägten Struktur aus, die der Cuvée Körper und Kraft verleihen.

Pinot Meunier

Der Pinot Meunier ist eine kräftige Rebsorte, die ganz besonders für Ton-Böden geeignet ist, wie sie im Vallée de la Marne vorkommen. Er bringt weiche und fruchtige Weine hervor, die die Cuvée abrunden.

Chardonnay

Der Chardonnay wächst bevorzugt in den Lagen der Côte des Blancs, aber auch an einigen vereinzelten sehr speziellen Standorten. Diese Rebsorte zeichnet sich durch delikate Aromen, ein blumiges Bouquet und Zitrusfruchtnoten aus, mit mineralischen Nuancen.


Die Herstellung

In der Champagne beginnt die Weinlese in der Regel im September. Nach sorgfältiger Kultivierung werden die Trauben traditionell von Hand gepflückt und gleich an Ort und Stelle gekeltert, um ihre ganze Frische zu erhalten.

Der Most der Trauben aus den 149 Cru-Lagen wird in Reims verkostet und analysiert und zu stillen Grundweinen separat vinifiziert. Diese werden nach Abschluss der alkoholischen Gärung erneut verkostet, um die optimale Assemblage zu erstellen, die sodann mit dem "Liqeur de tirage" (Zucker-Hefe-Gemisch) in die zweite Gärung versetzt wird.

Nach Abschluss der Zweitgärung, die ca. 3 Wochen andauert, bleiben die Champagne zur Verfeinerung über verschieden lange Zeiträume auf der Hefe liegen, wobei Champagne de Castelnau die Philosophie verfolgt, dass die feinen Tropfen deutlich länger auf der Hefe liegen als die Champagne-Regularien vorschreiben, was die faszinierende, runde und aromatische Komplexität der feinen Champagne des Hauses Castelnau erklärt. So reift beispielsweise der jahrgangslose Brut 24 Monate statt der vorgeschriebenen 15 Monate; der Millesime dagegen 12 Jahre statt den vorgeschriebenen 3 Jahren.

Die individuellen Eigenschaften eines jeden Weins zu bewerten und zugleich die Kontinuität der Cuvées von de Castelnau zu bewahren, ist die Kunst, die de Castelnau jedes Jahr erneut unter Beweis stellt.